Der Pottkieker

Bei vielen ist das in die Töpfe schauen nicht erlaubt, bei uns hingegen schon. Deshalb findet Ihr auf dieser Seite "Ostfriesische Gerichte".

 

Haben Sie/habt Ihr auch ein Lieblingsrezept der ostfriesischen Küche? Wir freuen uns über Einsendungen!!


Einige Bilder aus einem alten ostfriesischen Rezeptbuch...


Und jetzt darf gekocht werden...

Insett Bohnen (Schnippelbohnen)-Eintopf


Zutaten: 1 kg gesalzene Insett Bohnen, 750 g Kartoffeln, 500 g luftgetrockneter Wangenspeck, 2 Mettwürstchen, 1/2 l Wasser und etwas Pfeffer

 

Die gesalzenen Insett Bohnen werden gründlich gewaschen und dann in kochendem Wasser abgekocht (ca. 10 min.). Den Wangenspeck lässt man mit dem Wasser 1 Std. langsam vorkochen und gibt dann die abgekochten und abgegossenen Insett Bohnen und die Mettwurst dazu. Darauf lässt man es nochmals 1 Stunde langsam kochen. In den letzten 20 min. gibt man die gewürfelten Kartoffeln und etwas Pfeffer dazu. Salz benötigt man nicht, da die Bohnen und der Speck bereits gesalzen sind. Wenn alles gar ist, wird der Eintopf durchgestampft. Je nach Geschmack nimmt man etwas Milch oder Sah- ne dazu, dadurch wird der strenge Geschmack der Bohnen etwas gemildert.


Insett Bohnen nimmt man aus dem Püllpott (Steinguttopf mit Holzdeckel, der durch einen Stein beschwert wird) oder kauft sie als Salzschnippelbohnen im einschlägigen Geschäft. Guten Appetit!


Labskaus

Labskaus ist das Lieblingsgericht der Seeleute an Bord, wird aber auch an Land von den Fischern Ostfrieslands gerne gegessen.

 

Zutaten:

1 kg Pökelfleisch vom Rind, 2 kg Kartoffeln, 2 l Wasser, 4 Zwiebeln

 

Abwandlung:

2 Salzheringe, 250 g eingelegte rote Beete, durchgedreht

 

Das Fleisch wird in kochendes Wasser gegeben und muss darin etwa 1 1/2 Stunden ziehen, danach wird es mit den rohen Zwiebeln durch die grobe Scheibe des Fleischwolfes gedreht. Die Kartoffeln werden getrennt gekocht und anschließend gestampft. Nun mischt man Brühe, Fleisch und die ge- stampften Kartoffeln und lässt alles noch einmal sämig einkochen. Man schmeckt es mit wenig Salz und Pfeffer ab. Als Abwandlung können Salzheringe und rote Beete mit in die Masse gegeben werden. Auf einer vorgewärmten Platte wird es bergartig angerichtet. Dazu isst man rote Beete, Gewürzgurken und eingelegte Heringe. Guten Appetit!


Kürbisstuten

 

Zutaten: 1 kg Mehl, 200 g Kürbis, 150 g Zucker, 60 g Fett, 50 g Hefe, 1 Teelöffel Salz, etwas abgeriebene Zitronenschale

 

Den Kürbis mit wenig Wasser kochen und pürieren. Die Hefe mit dem lauwarmen Kürbisbrei und mit 1/3 des Mehls ansetzen und gehen lassen. Salz, das restliche Mehl, Fett und Zucker hinzugeben und gut durchkneten. Glatte Kugeln formen und 1 Stunde gehen lassen. Dann in eine Kastenform oder als Laib auf ein Backblech legen und mehrmals einstechen. Ca. 50 min bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen backen.

 

Tipp:

Statt Mehl 405 einmal mit Mehl 550 ausprobieren. Der Stuten wird dadurch etwas dunkler, aber auch gesünder. Am besten schmeckt er, wenn er gerade abgekühlt ist, mit etwas Butter. Guten Appetit!