Dienstag, 1. Mai 2018 Wanderboßeln

Bei sehr schönem Geburtstags- und 1. Mai-Wetter trafen sich die Boßler am bekannten Treffpunkt in Lübars.

 

Nach herzlicher Begrüßung von 16 (!) Boßelfreunden wurde sogleich der „Bollerwagen“ aktiviert, Verpflegung sortiert, eingepackt und zwei Mannschaften gebildet, die mit „niegelnagelneuen“ Kugeln in die wun-derschöne Landschaft loszogen.

 

In der ersten Pause – muss sein – wurden die neuen Kugeln bewertet, sie sprangen auf den Sandwegen hierhin und dahin, tolle Weiten wur¬den dadurch nicht erzielt. Weiter ging es zur nächsten Rast auf einem besseren Waldweg und siehe da, die Kugeln hatten sich „eingelaufen“.

Gestärkt zogen beide Mannschaften weiter bis zur neu hergerichteten Straße und hier machte das Boßeln richtig Spaß, die Kugeln flogen nur so dahin.

 

Die Schutzhütte wartete und es wurden die denkbar besten Köstlich-keiten ausgepackt, der Geburtstagssekt wurde ausgeschenkt, das „Schmausen“ begann und bei fröhlichen Gesprächen vergingen etliche Stunden.

 

Ein schönes Wanderboßeln ging zu Ende und alle hoffen auf das nächste Mal am 1. Mai 2019.

 

Alle Boßeltermine findet ihr im Internet und auch hier im Blättchen.

 

Fleut herut!

 

D.R.


Samstag, 28. April 2018 - Besuch vom KBV "Liek ut Hand" Etzel

Vor drei Jahren waren ca. 30 Mitglieder des KBV „Liek ut Hand“ Etzel in Berlin, um mit uns einen Freundschaftswettkampf durchzuführen. Das hat ihnen so gut gefallen, dass der Wunsch nach einer Wiederholung laut wurde. Der Kontakt zwischen dem KBV Etzel und dem Ostfriesenverein war schnell hergestellt und so wurde der 28. April d. J. als zusätzlicher Boßeltermin ins Programm genommen.

 

Um 9:30 Uhr holte ich 20 Gäste aus Etzel/Ostfrsl. vom Hotel ab, um sie zum Tempelhofer Feld zu geleiten. Dort warteten bei hervorragendem Wetter 15 Boßler des Ostfriesenvereins. Nach einer Begrüßungsansprache unseres 1. Vorsitzenden Bernhard und einem Umtrunk ging es in Begleitung zweier Bollerwagen mit vier Gruppen auf die Strecke.

 

Nach zweieinhalb Std. wie­der am Start/Zielpunkt an­gekommen, wurde eine große Pause eingelegt. Eine mobile Musikanlage wurde in Betrieb gesetzt, es wurde getanzt, diskutiert und nebenbei der restliche Flüssig­ballast der Bollerwa­gen gelöscht.

 

Was für ein Zufall: Das Endergebnis lautete wie vor drei Jahren Sieben to Söben (Well harr dat dacht).

 

Gegen 14:00 Uhr stiegen wir in den 184er Bus, um nach Lankwitz ins Frobenstüb’l zu fahren. Während der gesamten 25minütigen Fahrt wur­den verschiedene auch plattdeutsche Lieder gesungen. Auch dem Busfahrer wurden einige Lieder für seine Toleranz gewidmet.

 

Im Lokal erwartete uns ein sehr willkommenes Grillbüfett. Der 1. Vorsit­zende des KBV Etzel Georg von Arnholt hielt eine kleine Rede und überreichte Bernhard eine Urkunde zur Erinnerung an diesen schönen Tag. Im kleinen Biergarten konnten wir bis 22:00 Uhr das schöne Wetter genießen. Die sehr harmonische fröhliche Feier endete erst um ca. 24:00 Uhr.

 

Ich soll allen Teilnehmern des Ostfriesenvereins ausrichten: Vielmals herzliches Danke, es war einfach schön mit euch!

 

Helmut Quenstedt


Anzeiger für Harlingerland vom 08.05.2018
Anzeiger für Harlingerland vom 08.05.2018

Sonntag, 15. April 2018 - Pokalboßeln

Da glänzen sie wieder im Licht der Morgensonne: die Trophäen der Sieger im Wettstreit um die besten Würfe beim alljährlich ausgetragenen Pokalbosseln. Sorgfältig auf Hochglanz poliert und aufgereiht warten sie geduldig auf ihre neuen Besitzer. Die Namensschilder auf den Sockeln zeugen von den vergangenen Bosselgrössen unseres Vereins*). Wie in jedem Jahr, hatten wir auch diesmal unsere Favoriten: bei den Damen holte Solveig wieder souverän in der Summe die weitesten Würfe heraus. Unter den Seni-orinnen konnte Dini nicht zum ersten Mal sich den 1. Platz sichern. Bei den Herren glänzte Bernhard nicht nur als Erster unter Gleichen im Vorstand, sondern auch im Wettkampf auf Platz 1. Unser bossel-starkes Mitglied Edmund zählt rein altermäßig zu den Senioren, leistungsmäßig aber nimmt er es noch mit den jüngeren Herren auf. Konkurrenzlos konnte er in seiner Klasse auch in diesem Jahr die weitesten Würfe verbuchen und damit den Pokal gewinnen.

 

Die Protokollführung hatte in diesem Jahr seine Majestät, Kohlkönig Manfred, höchstpersönlich übernommen. Entsprechend reibungslos ist dann auch alles gelaufen, die Stimmung war gut und manch ein Besucher des Tempelhofer Feldes erkundigte sich nach unserem Friesensport, den Spielregeln und hätte am liebsten mitgemacht. Nicht zuletzt die reichhaltige Verpflegung mit warmen und kalten Speisen, knackigen Salaten, Nachtisch, Kuchen, Obst und weiteren Köstlichkeiten sorgte für rundum zufriedene Gesichter und anregende Unterhaltungen. Wir danken unserer Bosselfamilie Onken und den anderen, nicht genannten Helfern für die perfekte Organisation und Ausrichtung des Wettkampfes und dem lieben Gott für das passende Kaiserwetter. Mit dem obligaten Familienfoto der strahlenden Sieger und tröstenden Worten für die ehrenvollen Verlierer ging ein schöner, ereignisreicher Tag zu Ende.

 

*) so ganz nebenbei: wer dreimal hintereinander den Pokal gewinnt, darf ihn für immer behalten.

 

HR


Samstag, 14. April 2018 - Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl

"Same procedure as every year ..." könnte man sagen in Anlehnung an ein alljährlich zum Silvesterabend im Fernsehen präsentiertes Theaterstück. Angela, Andrea, Gregor oder wie sie  auch immer heißen mögen, könnten vor Neid erblassen angesichts einer Zustimmung von satten 100%. Doch wer genauer hinschaut, der merkt wohl gleich, was die Mitglieder des Ostfriesenvereins von den  Wählern der Politiker unterscheidet. Wählen bedeutet doch eigentlich, eine Auswahl zu treffen unter wenigstens zwei Kandidaten, die  um die Gunst ihrer Wähler kämpfen.

 

Man, wenn dor keeneen is, de sik mellen deit, dann blifft ji jümmer up de sülvig Lüüd sitten. De niege Vörstand mit Bernhard as I. Vörsitter, Elvira as 2. Vörsitterin un Heiko as Schriever is jüst so bleven as de ole. Wi seggen Dank to all Maten för ehr Vertroon. Aber ditmal was dat doch en beten anners lopen. Us I. Vörsitter hett sik so richtig dull afrieten, dormit dat Amt van de Geldpüttmester nu ennelk so fastsett ward as dat in us Satzung ok schreven is. Un so köönt wie eerstmal siet ewig un dree Dag weer een Froo dormit benömen. Thea heet se un wi sünd us wiss, dat up de niege Geldpüttmester vullop Verlaat is un elk een Johr een swatte Tall in de Bott steiht.

 

Bernhard hatte zur Erinnerung noch einmal alle Veranstaltungen des vergangenen Jahres aufgelistet und wir sollten wohl damit zufrieden sein. Dank tatkräftiger Hilfe vieler Mitglieder konnten wir die Ausrichtung des stets gut besuchten Grünkohlessens wie auch des Grillfestes stemmen. Unterstützt durch die Bosselgruppe wurde unseren Gästen das Bild eines gut organisierten Vereinslebens geboten. Es sieht fast so aus, als würden unsere Bemühungen, den Verein auch für jüngere Menschen wieder attraktiv zu machen, erste Früchte tragen. Bei sonnigem Frûhlingswetter blieb auch noch Zeit für Tee un lekker Koken, einen Umtrunk mit Diskussionen und Anregungen, was wir im Vorstand besser machen sollten. HR

 

 


Samstag, 20. Januar 2018 - Grünkohlessen im Festsaal der Kreuzkirche Wilmersdorf

Das alljährlich zur Grünen Woche in Berlin stattfindende Grünkohlessen gehört, wenn es nach der Anzahl der teiInehmenden Mitglieder und geladenen Gäste geht, zu den Höhepunkten unserer Vereinsaktivitäten. So kann wohl zu Recht behauptet werden, dass gutes Essen und Trinken auch im Ostfriesenverein die Menschen in fröhlicher Runde zusammengeführt hat. Unser Boßelbaas Heinz-Günter Onken hatte für eine besondere Überraschung gesorgt und einen echten, plattdeutschen Barden eingeladen: Hubert Koslowski begleitete zur Gitarre mit eigenen Texten und wohlvertrauten Melodien. Mit seinen Liedern leistet er einen Beitrag zum lebendigen Erhalt unserer Heimatsprache. Wir dankten ihm mit herzlichem Applaus. Was wäre unser Grünkohlessen ohne Wahl der Kohlmajestäten. Dieses Mal fiel die Wahl nach reiflicher Überlegung und unter Berücksichtigung aller notwendigen Voraussetzungen auf zwei langjährige und treue Mitglieder: Folkea aus der Riege der Teedamen wurde zur neuen Kohlkönigin und Manfred, begeisterter Herthaverehrer, zum neuen Kohlkönig auserkoren. Mögen sie nun das grüne Zepter zum Wohle des Ostfriesenvereins Berlin über uns schwingen. Beide haben sich spontan, so as sik dat hört, mit einer Lage Grünkohlschnaps bedankt, den der I . Vörsitter extra frisch aus Ostfriesland mitgebracht hatte. Die Stimmung erreichte, getragen von altbekannten Liedern, ihren Höhepunkt, als König Manni höchstpersönlich seine Untertanen zum Mitsingen und —schunkeln aufforderte. So ging ein schöner Tag zu Ende und wir wollen nicht versäumen, uns bei allen zu bedanken, die zum Gelingen dieser Veranstaltung mit beigetragen haben. HR


Samstag, 21. Oktober 2017 - Teetrinken und Besuch von den Loquarder Handörglern

Am 21. 10. 2017 besuchten uns die Loquarder Handörgler im Gemeindesaal der Kreuzkirche in Schmargendorf. Unsere Gäste aus dem Umland der Hafenstadt Emden waren mit 20 Musikern angereist.

 

Rund drei Stunden zeigten die Handörgler ihr umfangreiches musikalisches Können. Auf der Bühne im Gemeindesaal fühlte sich die Gruppe richtig wohl. Von dort aus kamen die einzelnen Lieder akustisch hervorragend in unser umfangreiches Publikum zur Geltung.

 

Es war für alle Anwesenden an ganz toller Nachmittag.

 

Wir gehen davon aus, dass dieses nicht der letzte Besuch der Handörgler bei uns in Berlin war. Die Loquarder Handlörgler sind bei unserem Ostfriesenverein immer herzlich willkommen.

 

Bernhard Endelmann

I. Vörsitter vant

Ostfriesenverein Berlin e.V.


Dienstag, 03. Oktober 2017 - Ostfriesische Teezeremonie in der Landesvertretung Niedersachsen beim Tag der offenen Tür

Wer kennt es nicht, das weiße Teegeschirr der Ostfriesen mit der roten Rose (korrekt gesagt, einer nach chinesischem Vorbild gestalteten Päonien-Blüte).

Für viele Gäste, die anlässlich des Nationalfeiertages die Darbietungen in der Landesvertretung besuchten, war die ostfriesische Teezeremonie weitgehend unbekannt. Da wollte unser Verein ein wenig nachhelfen und so luden wir die Besucher zu einer gemütlichen Teerunde ein. 22 fleißige Hände bemühten sich, die Gäste zufriedenzustellen. Mit einem kleinen Beitrag von 2 € war man dabei und dafür wurde reichlich Tee ausgeschenkt. Begleitend erzählte unsere 2. Vörsitterin Elvira Amüsantes und Kurioses aus der Geschichte der Teekultur in Ostfriesland und erläuterte unseren Gästen die wichtigsten Regeln der Teezubereitung:

 

Alles beginnt mit der Auswahl der richtigen Teesorte (natürlich nur echter, in Ostfriesland verpackter Tee). Dann folgen die unverzichtbaren Zutaten wie Kluntje, Room un lekker Backwark und schließlich das Prozedere der kundigen Zubereitung: eine vorgewärmte Kanne, unser Treckpot, die richtige Teemenge (pro Koppke een licht ophüüpt Lepel Tee un een for de Kann), dann up Stövken dree bit veer Minuten trekken laten. Inschenken bloots dör de Huusfro un Naschenken gemäß der Regel ,,Dree Koppkes sünd Ostfreeesenrecht “.


So haben wir auf unterhaltsame und schmackhafte Art ein Stück ostfriesischen Brauchtums nach Berlin gebracht. Wohl alle Gäste waren sich darin einig, dass unser Teetrinken eine gewisse Besinnlichkeit, Ruhe und Bedächtigkeit verlangt. Das tut uns allen gut in Zeiten von Fastfood und Coffie to Lopen.

HR


Samstag, 16. September 2017 - Grillfest

Wie (fast) immer hat es das Wetter wieder besonders gut mit uns gemeint und mit einer Rekordbeteiligung von 39 Personen war das Grillfest rundherum wieder sehr schön.

 

Unser Vorsitzender Bernhard Endelmann begrüßte die Gäste und informierte alle Anwesenden über Vereinsinternes und die nächsten Veranstaltungen. Besondere Erwähnung fand der 21. Oktober 2017, denn an diesem Tag geht es mit den Loquarder Handörglern, die zu Besuch in Berlin und an diesem Nachmittag beim Verein sind, mit Sicherheit wieder sehr stimmungsvoll und musikalisch zu (siehe Termine).

 

In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden der Verstorbenen. Besonders schmerzlich ist der frühe Tod unserer langjährigen ehemaligen Vorsitzenden und Vereinsaktivisitin - unser aller Gedanken und unser Mitgefühl ist bei ihrer Familie und ihren Angehörigen.

 

Wir konnten drei Gäste als neue Mitglieder in unserer Gemeinschaft aufnehmen, die unter anderem den Weg zu uns über die Friesischen Kulturtage, die gerade im Museum für Europäische Kulturen laufen, gefunden haben. Herzlich Willkommen!!

 

Der Gemeindesaal sowie die Außenanlage  der Kreuzkirche bildeten ein richtig schönes Umfeld und unser Grillmeister zauberte perfekte Genüsse. Begleitet wurde das leckere Grillgut von köstlichen Salaten und vielerlei Mitgebrachtem - besondere Erwähnung muss auch das Nachtischbüffet finden. Von Tiramisu, diversen Kuchen, roter Grütze, Herrenspeise, Süßigkeiten und sogar einer Kiste Schokoküssen konnte auch der letzte Heißhunger gestillt werden.


Der Dank des Vereins gilt allen Vereinsmitglieder, die so tüchtig zum Gelingen unserer Grillveranstaltung gearbeitet haben: der Grillmeister, die Gemeindedamen und die Teedamen, der Vorstand und natürlich die gutgelaunten Gäste trugen alle zu diesem geselligen Nachmittag bei.
 


Samstag, 26. August 2017 - Fahrradtour

Der erste Termin dieser Fahrradtour – 1. Juli Wochenende - musste ja leider wegen allzu schlechtem Wetter verschoben werden.


Am 26. August 2017 fand doch noch die jährliche Fahrradtour des Ostfriesenvereins statt. Zum ersten Mal habe ich, Kornelia Decke, diese Tour ausgearbeitet und geleitet.

 

Der Treffpunkt war die Kreuzkirche in Schmargendorf. Von dort ging es erst einmal bis zum S-Bahnhof Grunewald, wo wir die Gedenkstätte „Gleis 17“ besuchten. Die Tour ging dann weiter durch den Grunewald. Zwischen Glockenturm und Waldbühne sind wird durch den Olympia Park geradelt, wo es sehr viele Sportstätten zu sehen und auch zu besuchen gibt. Nach einer erholsamen oder auch rasanten Talfahrt durch die Rominterallee  erreichten wir die Spree.


Immer an der Spree entlang führt ein mehr oder weniger gut ausgebauter Radweg mitten durch die Stadt Berlin. Nach einer Einkehr im „Tunneleck“, unter der Rudolf-Wissel-Brücke, und einem wunderbaren Kohlrouladenessen, kamen wir noch an einigen Berliner Sehenswürdigkeiten wie Schloß Charlottenburg, Landwehrkanal, Schloß Bellevue und dem Haus der Kulturen der Welt vorbei.

Die Tour endete dann im Biergarten des „Zollpackhofs“ bei einer kleinen Erfrischung. Von hier aus radelte jeder auf seinem eigenen Weg nach Haus.


Samstag, 05. August 2017 - Sommerausflug nach Fürstenberg/Havel

Elf Mitglieder trafen sich am 5. August, um mit der Bahn einen  Tagesausfiug nach Fürstenberg an der Havel zu machen. Der  Zug war voll besetzt und wir waren froh. noch einen Sitzplatz ergattert zu haben.

 

Am Bahnhof in Fürstenberg erwartete uns schon bei schönstem Sonnenschein unser Fremdenführer, der so manch interessante Begebenheit aus der Geschichte dieser Stadt zu berichten wusste. Im Grenzland zwischen den früheren, preußischen und mecklenburgischen Hoheitsgcbieten haben Kriege und Fehden der miteinander konkurrierenden Landesherrschaften das Leben der Anwohner bestimmt. Eingebettet zwischen drei Seen und den Ufern der Havel könnte Fürstenberg ein Ferienparadies für die vom Lärm geplagten Großstädter sein. So hatte sich dieser Ort nach dem Bau der Eisenbahnlinie von Berlin zur Ostsee zunächst auch entwickelt. Doch heute zerschneidet die stark befahrene B96 die Stadt und macht den dort ansässigen Geschäften, Pensionen und Gastronomie das Leben schwer. Die gute Verkehrsanbindung von einst Ist zu einem Hindernis für die touristische Attraktivität der Stadt geworden.

 

Doch abseits der B96 wartet so manch historisches Kleinod auf die Besucher: liebevoll restaurierte Fischerhäuser. versteckt zwischen grün bewachsenen Ufern geführte Wege und Ruheplätze für die Wasserwanderer. Eine schon weitgehend wieder restaurierte Burganlage und ein Schloss. das allerdings noch auf einen Investor wartet, der es einer neuen. attraktiven Nutzung zugänglich macht. Ein Hafen für Freizeitkapitäne Ist auch vorhanden. Ein Ausflugsdampfer für Besucher fehlt noch, so dass wir die schöne Seenlandschaft nur von Land aus betrachten konnten.

 

Nach gut zweistündiger Begehung verspürten wir alle das Bedürfnis nach einer kräftigen Mahlzeit. Ein gepflegtes Restaurant direkt am Ufer des Schwedtsees war unser Ziel. Noch während wir speisten. verdunkelte sich der Himmel und es fing an zu regnen. So mussten wir die Stadtbesichtigung ein wenig verkürzen. Um halbwegs trocken wieder zum Bahnhof zu gelangen.

 

Elvira. wir  danken für Planung und Ausrichtung dieses schönen Ausfiuges in die grüne Umgebung von Berlin. HR


Montag, 01. Mai 2017 - Wanderboßeln

Was für ein schöner Tag in diesem unterkühlten Frühling! Nach dem verregneten Pokalboßeln hat das Wetter es an diesem 1. Mai besonders gut mit 14 gut gelaunten Boßlerinnen und Boßlern gemeint. Bei milden Temperaturen, strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise zog das Grüppchen samt Bollerwagen durch die blühende Natur am Nordrand der Großstadt die altbekannte, aber immer wieder wunderschöne Runde.

 

Nach dem Treff um 10 Uhr wurde erst einmal unser Geburtstagskind beglückwunscht und gedrückt, den kleinen Sektumtrunk gab es dann später beim Picknick. Wie üblich machten die Boßelkugeln auf dem unebenen Untergrund, auf Schotter- und Waldwegen, über Wurzeln und Geäst was sie wollten und trotzdem kamen teils ganz schöne Weiten zusammen. Glücklicherweise gab es diesmal keinen Verlust an Brillen, Boßelkugeln oder sonstigen Wertgegenständen zu beklagen - es wäre nicht das erst Mal gewesen.

 

Nach einigen gemütlichen Pausen erreichten wir nach 13 Uhr die Schutzhütte am Parkplatz und deckten bald den Tisch mit vielen mitgebrachten Leckereien und Getränken. So vergingen die Stunden erzählend und auch singend wie im Fluge und alle fuhren wohl entspannt nach Hause - rückblickend auf eine abwechslungsreiche Boßelsaison 2016/2017 und schon mit Vorfreude auf die neue Saison 2017/2018. Sie beginnt am 1. Oktober 2017 um 10:00 Uhr auf dem Tempelhofer Feld. Und wer diesen Termin verpassen sollte, findet hier alle Boßeltermine der kommenden Saison mit hoffentlich wieder vielen Höhepunkten und gelungenen Würfen - Fleu herut!

S.Sch-O.

 

 


Sonntag, 23. April 2017 - Pokalboßeln

Gegen 9:30 Uhr – bei Kälte und Nässe – wurde alles hergerichtet für unser Pokalboßeln.  Markierungen für die Entfernungen konnten kaum aufgezeichnet werden, die Bahn war zu nass!

 

Das „Bufett“ mußte mittels einer Plane geschützt werden, auch dann waren die Windböen zu stark,  Alle Teilnehmer suchten so gut es geht immer wieder Schutz vor starkem Regen – teilweise auch Hagel – und sehr starkem Wind.

 

Wenn die Sonne einmal durchkam, haben wir alle aufgeatmet, aber leider hat es nicht lange gedauert und dann kam wieder ein kräftiger Regenschauer – eben April halt.

 

Nur schade, denn bei diesen Verhältnissen war ein guter Wurf für alle Beteiligten gar nicht möglich –  entweder landete die Kugel, weil zu kalte Hände, auf der Rasenfläche oder sie landete in einer Pfütze – Wasser bremst je bekanntlich. Ein guter Wurf ist wohl den wenigsten gelungen. 

 

Trotz des widrigen Wetters wurden die Plätze ausgelobt.

 

Das leckere Essen konnte auch nur mit Mühe genossen werden, es war einfach zu kalt und zu nass, selbst Regenschirme halfen nicht wirklich.

 

Ein Hoch für alle, die ausgehalten haben.

 

D.R.


Samstag, 22. April 2017 - Jahreshauptversammlung

 

Jahreshauptversammlung 2017 - Tahlen, Tahlen:

 

Man bi Kook un ‘n Kopke Tee kunnst dat good fullhollen

 

Daar seten wi nu. To ’t 1. Maal in uns neei Domizil in ‘t Gemeenthuus van d’ Krüüzkark in Schmargendorf. Wi mutten uns noch ’n bietje inrichten, aber dat sall sük woll all noch finnen. Up jeden Fall sünd wi heel dankbar un blied, dat wi daar so fell un unkomplizeert unnerkomen sünd un nu för 2017 un 2018 eerst maal weer weten, waar uns Vereinstohuus is.

 

De Bericht van uns Vörsitter över de letzt twalf Maant fung mit ’n 0 an, aber dat kann ok ’n mooien Tahl wesen. Wi harren unmittelbar in d’ Verein keen Starvfall, man daröver sünd de nich vergetten worden, de nah Angehörigen verloren hebben. Ok daar hebben wi mit ’n Gedenkmenüüt an docht.

 

Bi uns Finanzen weren wi ok blied över ’n 0. Wi hebben keen Beitragsrückstand un daar is uns Vörstand seker heel tofree mit.

 

Ok de anner Tahlen, de wi van 2016 un as Utkiek up 2018 sehn hebben, hebben uns wiest, dat uns Vereinsfinanzen heel in d’ Rieg sünd un so hebben wi uns Vorstand gern entlast un in de Arbeid för de nächst Tied schickt.

 

8 neei Mitglieder sünd d’r in 2016 bikomen. Mooi, dat Ji d’r sünd!

 

Över 31 Veranstaltungen maakt uns Verein in ’t Jahr. Wat geef dat nich all to vertellen över Teenamiddagen in ’t heel Jahr, Radfahren un Utflücht in d’ Sömmer, Grillen in d’ Nasömmer, Kark un Verknobeln in d’ Advent un dat Butenostfreesentreffen in Emden. Dat wi ok woll mal rutgahn un ’n mooien Abend in d’ Kino bi „Ostfriesisch für Anfänger“ un in d’ Landesvertretung bi d‘ „Plattdüütsch Abend“ harren, sall ok nich unerwähnt blieven.

 

Sportlich hebben wi ok in 2016 weer west un uns in d’ Saison Sönndags up d’ Tempelhofer Feld to Klootscheten trufen. Un up ‘n ehemaligen Flughafen deit dat genau 1 Verein in ganz Düütschland - wi.

 

91 Jahr wordt uns Verein in 2017 old. Een Dag vör uns Versammlung is’n bekannten Froo in England net so old worden. Wenn wi nich bang sünd, daar hen to kieken un uns ’n Vörbild daraan to nehmen, wo ’n över 1000 Jahr ollen Institution bi all Traditionsbewusstsein mit ’n waken Blick för de Herausforderungen van Gegenwart un Tokunft in ‘t 21. Jahrhunnert föhrt worden is, denn mutt man sük um dat 100. Vereinsjubiläum keen Sörgen maken.

 

Meike Janssen


Samstag, 21. Januar 2017 - Grünkohlessen

Rückblick Gröönkohleten 2017 -

Van ‘n neeien Rekord, Kohldampf un ‘n gooden Utreed

 

To ’n Glück hett Regina noch wat vörleest. Wi harren anners ok nich mehr wust, waar wi uns Utreed hernemmen sullen. Aber van vörnt:

 

Mit uns traditionell Gröönkohleten is dat Jahr för d‘ Ostfreesenverein Berlin good to Gang komen, man wi harren nich vergeten, wo mall dat lest Jahr för Berlin to Enn gahn is un hebben mit ’n Gedenkmenüüt an de Doden und Verletzten docht.

 

Uns Vörsitter kunn nich blot neei Mitglieder begröten, he kunn ok verkünden, dat wi mit 65 Personen ‘n neeien Rekord för de Veranstaltung upstellt harren. Bi al Bliedskupp över so good Nachrichten weren uns Gedanken ok bi de, de gern komen wullt harren, waar aber de Gesundheit dat nich tolaten de.

 

Bi ‘t Eten kunnen wi uns daarvan övertügen, dat man in Rixdorf dat haast Unmögelk doch weer schafft haar: Gröönkohl to koken, de de hoog ostfreesisch Anspröken daaran gerecht wordt. Van Helmut un de Text, de he mitbrocht haar, hebben wi sogaar noch allerhand över de „Palm van Ostfreesland“ daarto lehrt un kunnen mit ‘n mooi Bild daaran törug denken, wo de buten up ‘t Land utsücht.

 

Na ‘n würdigen Verabschiedung van Margarete und Peter, de för hör Regentschaftsjahr noch mal heel düchtig bedankt worden, hett Imke fell murken, wat passeren kann, wenn man mit „KOHLdampf“ bi ‘t Gröönkohleten kummt. Se un Rolf harren schienbaar am meesten tolangt un wi hebben gern mit een Rooden of ’n Klaaren ut uns ostfreesisch Sektkübel – annerswaarns ok as Plastikemmer bekannt – mit de beid anstött un hör dat Allerbest för de nächst twalf Maant wünscht. Ji sallen d’r woll wat van torecht kriegen!

 

Dank Reginas Vertellsel wussen wi naderhand ok, well wi de „Schuld“ geben kunnen, dat uns Buuk dör dat good Eten und Drinken nich minner worden is: Annern. Wenn de „Blutwurstmanufaktur GmbH“ nich so good kockt haar, wenn nich so vööl flietig Hannen ut uns Verein dat all vöörbereidt un organiseert harren, weer dat nich passeert. Aber wi harren ok um ‘n heel mooien geselligen Namiddag armer west.

 

Of wi uns Kalorien gliek anner Dag mörgen bi ‘t Klootscheten up ‘t Tempelhofer Feld weer aftraineeren wullen of bi ‘n langen Sönndagsspazeergang in de mooi Januar-Sünn – dat muss up d‘ Padd na Huus jeder mit sük sülvst utmaken.

 

Meike Janssen


Der Grünkohl und ich.

Ausgesät wurde in ein vielleicht 10 m² großes Beet. Wenn die dicht an dicht stehenden Pflanzen ca. 15 – 20 cm groß waren, wurden sie aus der Erde genommen und einzeln mit einem Abstand von ca. 50 – 80 cm in einen Acker gepflanzt.

 

Der Grünkohl wuchs ziemlich schnell, so daß immer die unteren Blätter abgestreift wurden und als Viehfutter dienten.

 

Die oberen Blätter eigneten sich zum Kochen. Es mußte schon eine gewisse Menge gepflückt werden, damit es für acht Personen reichte.

 

Das Waschen und Zerkleinern passierte meistens in der Badewanne.

 

Die Zutaten sind bekannt.

 

Besonders gut schmeckte der Grünkohl aufgewärmt am nächsten Tag, z. B. mit Bratkartoffeln.

 

Viele von Euch werden es ebenfalls so oder ähnlich erlebt haben.

 

Heute weiß man, daß Grünkohl ein äußerst gesundes Gemüse ist.

 

Die einzigartige Nährstoffzusammensetzung und der Nährstoffreich-tum machen Grünkohl zu einem herausragenden Lebensmittel.

 

Der hohe Gehalt an Vitamin A, C und K sowie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren wirkt antioxidativ.

 

Antioxidantien vernichten die sogenannten Freien Radikalen, die verantwortlich sind für Zellschäden und eine Reihe von Krankheiten wie Krebs, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Arteriosklerose.

 

Das wissen wir Ostfriesen übrigens schon lange. Na ja, wenigstens geahnt haben wir’s schon immer.

 

In den 80er Jahren hatte ich ein von mir so genanntes „Grünkohl-erlebnis“.

 

Diese Anekdote möchte ich Euch nicht vorenthalten.

 

Da ich in Ostfriesland mit verschiedenen Haus- und Hoftieren aufwuchs, interessiere ich mich seitdem auch für Tiere in freier Wildbahn, ebenso für die Unterwasserwelt. Neben unzähligen Tauchreisen führte mich mein Weg eines Tages nach Helgoland, um die heimische Fauna zu beobachten. Bei einem ersten Rundgang fielen mir die vielen Seevögel auf, die an der Steilküste nisteten. Es war ein irres Spektakel, wie sich Möwen, Lummen, Papageientaucher und seit 1991 auch Basstölpel um Nistplätze stritten und um ihre Brut kümmerten.

 

Davon und von der Natur allgemein fasziniert war ich jedes Jahr auf Helgoland und so begleitete mich irgendwann meine damalige Lebensgefährtin H., die sich wiederum überwiegend für Kräuter, Blumen usw. interessierte.

 

Bei einem Spaziergang entdeckte sie eine Pflanze, mit der sie nichts anfangen konnte. „Was ist das denn?“ fragte sie. Ich wußte es natürlich nicht, sondern meinte nur so nebenbei: Sieht aus wie Grünkohl ohne Stamm.

 

Abends erfuhren wir dann, daß das der „Klippenkohl“ wäre.

 

Wieder zuhause haben wir uns dann sachkundig gemacht (Mühsam, Internet gab’s noch nicht).

 

Es war der Wildkohl (Brassica oleracea L.), den sie „entdeckt“ hatte, der Vorfahre unseres Grünkohls.

 

Von diesem Wildkohl stammen durch Kreuzungen und Züchtungen alle anderen Varietäten ab, wie z. B. Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Kohlrabi und Rosenkohl. Natürlich gehört auch unser Krauskohl dazu.

 

Immer, wenn wir in den folgenden Jahren wieder einen Wildkohl fanden, blieben wir fast ehrfürchtig stehen, denn es gibt ihn in Deutschland nur auf Helgoland.

 

Bei jedem Grünkohlessen denke ich an Helgoland mit seinem „Klippenkohl“ und die vielen schönen Stunden auf diesem irgendwie einmaligen Felsen.

 

Sehr erfreulich ist, daß unser Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica), aber auch der Wildkohl (Gibt’s noch in Mittelmeerländern) nicht wie so viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.

 

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